Selbsthilfegruppe für Onlinesucht ( Internetsucht, Smartphone-Sucht, Online-Mediensucht ) im Raum Wuppertal, Remscheid, Solingen, Düsseldorf, Hagen, Köln und Umland für 2018 geplant




Ich will hier auf die Onlinesucht aufmerksam machen, die mittlerweile mindestens 560.000 Menschen in Deutschland betreffen soll. In der kommenden Zeit werde ich die Seite weiter ausbauen.

Unsere Treffen finden zweimal im Monat am Samstag gegen 11:30 Uhr im Sozialpsychiatrischen Zentrum Elberfeld spz-wuppertal.de in Wuppertal statt. Das Schöne ist, dass wir auch vorher gemeinsam für 3 Euro ab 11 Uhr frühstücken können. Ich habe auch schon einen gemütlichen Raum für uns gefunden.
Kontakt zu Roman dem Gruppengründer:
0175 9111428 (Whatsapp, Telegram, SMS)

Ich will mich hier mal kurz vorstellen: Ich bin ein Mann von 41 Jahren und seit einigen Jahren von der Internetsucht betroffen und will für die Region Wuppertal, Solingen, Remscheid und angrenzende Städte wie Düsseldorf, Schwelm, Gevelsberg, Hagen oder Dortmund /Ruhrgebiet eine Selbsthilfegruppe gründen. Ich bin von den Sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter abhängig geworden. Aber in meiner Gruppen können auch gerne Menschen reinkommen, die zuviel Computerspiele spielen, in Singlebörsen sich aufhalten, Foren nutzen, zuviel googeln zur Informationsbeschaffung oder zuviel chatten z. B. in Internetportalen mit sexuellen Inhalten. Oder auch zuviel schriftliche Kommunikation ausüben wie Emails schreiben.
Unsere Gemeinsamkeit ist, dass wir an einer stoffungebunden Sucht leiden und wir uns im Internet aufhalten.

Ich denke, dass viel mehr Menschen unter krankhaften Internetkonsum leiden wie es zur Zeit bekannt ist. Als ich einen Text über meine Sucht bei einem Treffen von jungen Buddhisten las, kamen einige auf mich zu und erzählten mir auch von ihren problematischen Medienkonsum. Wenn ich mich im Bekanntenkreis umhöre, habe ich einige Male von Problemen gehört mit dem Internet aufzuhören.
Das Leid ist wahrscheinlich so still wie lange Zeit auch die Depression. Selbsthilfegruppen gibt es immer noch wenige. Internetsucht ist immer noch nicht als Erkrankung anerkannt und die Versorgungslücken im Umkreis sind entsprechend groß. In Wuppertal z. B. gibt es so gut wie keine Angebote. Meine Selbsthilfegruppe wäre die Erste. Diese nicht anerkannte Erkrankung wird immer noch belächelt wie lange Zeit auch die Depression. Es gibt viele Witze über dieses angebliche Problem und manche denken, dass diese Erkrankung eine Erfindung ist. Leider ist sie keine Erfindung. Ich weiß, dass aus meiner Erfahrung und ich habe in einer Klinik auch Betroffene kennengelernt die darunter leiden.
Meine Gruppe soll ein Weg aus der Sucht sein.

Wuppertal, der 27. November 2018

In dem Video www.youtube.com/watch "Süchtig nach Facebook, WhatsApp & Co." erzähle ich über meine Facebook-Sucht bei PulsTV.




Wikipedia beschreibt die Symptome so:

Die Abgrenzung zu „normalem“ Verhalten ist fließend und kann nicht klar definiert werden. Indikatoren können Mangelerscheinungen oder unkontrolliertes Surfen im Internet sein, darüber hinaus:

häufiges unüberwindliches Verlangen, das Internet zu benutzen
Kontrollverluste (d. h. länger „online“ bleiben als man sich vorgenommen hatte) verbunden mit diesbezüglichen Schuldgefühlen
sozial störende Auffälligkeit im engsten Kreis der Bezugspersonen (Freunde, Partner, Familie), häufige Rügen durch unmittelbare Bezugspersonen
nachlassende Arbeitsleistung
Verheimlichung/Verharmlosung der Netz-Aktivitäten vor der Umwelt
psychische Irritabilität bei Verhinderung des Internet-Gebrauchs (kann sich auswirken in Form von Nervosität, Reizbarkeit und Depression)
mehrfach fehlgeschlagene Versuche der Einschränkung


Internetsucht in Deutschland (Aus Wikipedia)


Einer im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums durchgeführten, am 25. September 2011 in Berlin vorgelegten Studie[7] zufolge gibt es in Deutschland nach neuen Schätzungen mehr Internetsüchtige als Glücksspielabhängige. Demnach sind in Deutschland rund 560.000 Menschen vom Internet abhängig. So sei bei 1 % der 14- bis 64-Jährigen eine Internetabhängigkeit wahrscheinlich, bei 4,6 % läge bei mindestens 4 Stunden online eine „problematische Internetnutzung“ vor. Diese Zahl entspricht etwa dem Anteil der Cannabis-Konsumenten in Deutschland. Der Anteil der Glückspielsüchtigen liegt bei etwa 0,3 bis 0,5 %, also etwa 250.000 Personen. Der Anteil der Internet-Süchtigen liegt bei den Jugendlichen höher als bei den Älteren. Laut Studie sollen 2,4 % der 14- bis 24-Jährigen internetabhängig sein. 13 % gelten als „problematisch in ihrer Internetnutzung“. In der Altersgruppe der 14- bis 16-Jährigen sind Mädchen mit 4,9 % stärker gefährdet als Jungen, die zu 3,1 % von der Online-Nutzung abhängig sind. In der Gruppe der bis 24-Jährigen ist das Verhältnis in etwa gleich. Insgesamt sollen Männer in der Regel häufiger unter Internetsucht leiden als Frauen. Weibliche Nutzer konzentrieren sich dabei mit 77 % stärker auf soziale Netzwerke wie Facebook, junge Männer auf Computerspiele.[8]

Der Ausschuss für Kultur und Medien des Deutschen Bundestags veranstaltete federführend im April 2008 eine Öffentliche Anhörung von Sachverständigen zum Thema Onlinesucht. Der Drogenbericht der Bundesregierung 2009[9] widmet der Onlinesucht erstmals ein eigenes Kapitel und kommt zu dem Resultat: „Aus gesundheitlicher Sicht hat die suchtartige Nutzung des Internets an Gewicht gewonnen. Vor allem männliche Jugendliche und junge Erwachsene zeigen häufiger ein sich verlierendes, entgleitendes und in Extremfällen psychopathologisch auffälliges Online-Nutzungsverhalten insbesondere in Bezug auf Online-Spielewelten“